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Malteser Krankenhaus St. Hildegardis in Köln

Schilddrüsenchirurgie

Schematische Darstellung einer Schilddrüse

Die Schilddrüse dient vordergründig der Jodspeicherung und der Hormonbildung. Sie reguliert aber auch Körperfunktionen wie Wasserhaushalt und Körpertemperatur. Bei Erkrankungen der Schilddrüse oder der Nebenschilddrüse ist häufig eine Operation notwendig, bei der das Organ vollständig oder teilweise entfernt wird.

Schilddrüsenerkrankungen können vielfältige Ausprägungen zeigen: gut- oder bösartige Neubildungen („Knoten“), Entzündungen, Über- oder Unterfunktionen und weitere Erkrankungen führen zu Störungen des Hormonstoffwechsels. Symptome bei einer Unterfunktion des Organs können beispielsweise häufiges Frieren, gesteigertes Schlafbedürfnis, deutliche Gewichtszunahme und Gedächtnisstörungen sein; eine Überfunktion zeigt sich durch Gewichtsabnahme, Haarausfall, Stimmungsschwankungen, gesteigerte Nervösität und verstärktes Schwitzen.

Während eine Schilddrüsenunterfunktion mit Hormonen gut behandelt werden kann, ist bei einer Überfunktion häufig ein operativer Eingriff notwendig, bei dem das aktive Gewebe so minimiert wird, dass der Hormonhaushalt normalisiert wird. Bei vielen anderen Erkrankungen, beispielsweise bei Tumoren, werden ebenfalls Teile des Gewebes oder das gesamte Organ entnommen. Die Überfunktion der Nebenschilddrüse kann ebenfalls minimal-invasiv opreriert werden.

Bei einem herkömmlichen Eingriff wird das Organ oder das entsprechende Gewebe durch einen zwei bis drei Zentimeter kleinen Schnitt am Hals entnommen.