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Krankenpflege weltweit

Zwei Auszubildende zur Gesundheits- und Krankenpflegerin konnten mit "Erasmus Plus" einen Auslandsaufenthalt während ihrer Ausbildung machen. Hier berichten sie von ihren Eindrücken.

18.12.2018
Themse statt Rhein: Nadines Weg zur Arbeit in London
Das St. Thomas Hospital in London war für einen Monat Nadines Arbeitsplatz
Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Eva verbrachte den Erasmus Plus-Aufenthalt in Sevilla
...nur das Klima war etwas gewöhnungsbedürftig...
Themse statt Rhein: Nadines Weg zur Arbeit in London
Themse statt Rhein: Nadines Weg zur Arbeit in London
Das St. Thomas Hospital in London war für einen Monat Nadines Arbeitsplatz
Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Eva verbrachte den Erasmus Plus-Aufenthalt in Sevilla
...nur das Klima war etwas gewöhnungsbedürftig...
Das St. Thomas Hospital in London war für einen Monat Nadines Arbeitsplatz
Themse statt Rhein: Nadines Weg zur Arbeit in London
Das St. Thomas Hospital in London war für einen Monat Nadines Arbeitsplatz
Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Eva verbrachte den Erasmus Plus-Aufenthalt in Sevilla
...nur das Klima war etwas gewöhnungsbedürftig...
Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Eva verbrachte den Erasmus Plus-Aufenthalt in Sevilla
Themse statt Rhein: Nadines Weg zur Arbeit in London
Das St. Thomas Hospital in London war für einen Monat Nadines Arbeitsplatz
Arbeiten, wo andere Urlaub machen: Eva verbrachte den Erasmus Plus-Aufenthalt in Sevilla
...nur das Klima war etwas gewöhnungsbedürftig...
...nur das Klima war etwas gewöhnungsbedürftig...

Erasmus Plus in London 2018, UK : Krankenpflegepraktikum im St. Thomas/ Guys Hospital im OP
Um einen Einblick in meinen Praktischen Einsatz im OP zu ermöglichen möchte ich zunächst das Studium der Krankenpflege in England kurz vorstellen. Dazu habe ich erfahren, dass das Studium früher noch kostenlos gewesen ist, inzwischen jedoch £9,250 pro Jahr kostet, drei Jahre dauert und mit dem Bachelor of Science abgeschlossen wird. Man bekommt am Anfang des praktischen Einsatzes einen Mentor zugeteilt der einen für die Zeit des Einsatzes begleitet, für den Lernfortschritt des Studenten verantwortlich ist und die benötigten Dokumente ausfüllt.
Ich habe meinen Einsatz im St. Thomas Hospital in der plastischen Chirurgie begonnen. Am ersten Tag wurde ich von meiner Betreuerin mit der Einrichtung vertraut gemacht und dem Team vorgestellt. Zudem habe ich das EEP Screening durchlaufen, was einer Blutabnahme entspricht und Voraussetzung ist wenn man mit Blut in Kontakt kommen kann. Die Krankenhäuser sind beide sehr groß aber ich wurde herzlich aufgenommen und habe einen Ausweis mit Lichtbild erhalten der mir Zugang zu den OP-Bereichen und den Umkleiden ermöglicht hat.
In meiner ersten Woche hatte ich Zeit langsam anzukommen und das Team kennenzulernen. Dazu ist wichtig sich vor jedem Dienst bei der Nurse in Charge vorzustellen und zu sagen, warum man da ist und was man gerne lernen möchte. Es gibt vor jeder OP ein kurzes Briefing bei dem das ganze Team bestehend aus Anästhesie, Chirurgen und OP- und Anästhesiepflegern anwesend ist, sich kurz vorstellt und danach den Eingriff bespricht. Gibt es irgendwelche Besonderheiten, hat der Patient Allergien, wie wird er für den Eingriff positioniert etc. Danach werden die OP-Sets steril ausgepackt und vorbereitet. Es gibt die sogenannten "Scrub-nurses": OP Assistenten die mit am Tisch stehen, steril sind und die Instrumente anreichen, darauf achten dass keine Materialien im Patienten verbleiben und Anweisungen an die "Circulating-nurses" weitergeben. Die "Circulating-nurses" reichen das benötigte Material an und sind unsteril, führen zusammen mit den Assistenten die "Counts" durch und zwar vor dem Eingriff, während der OP und vor dem Zunähen des OP Bereichs.
In meiner ersten Woche wurden mir gewissenhaft Fragen beantwortet, die OPs erklärt, das Basic Set der plastischen Chirurgie gezeigt und die Instrumente erklärt. Mir wurde gezeigt wie man Nadeln auf den Nadelhalter aufzieht und die Messerklingen auswechselt. Ich habe das Waschen und das sterile Anlegen des OP Kittel, Mundschutz und Handschuhe gelernt und durfte bereits einige benötigten Materialien anreichen.
Im Guys Hospital habe ich zwei Wochen in der Roboterchirurgie gearbeitet, dabei wurden hauptsächlich Operationen im Urogenitaltrakt und an der Lunge durchgeführt. Das Gute daran war, dass man die Operationen am Bildschirm mit verfolgen und so auch ein gutes Verständnis für die Anatomie des Körpers entwickeln konnte. Auch das Verstehen von Röntgenaufnahmen oder MRT Bildern wurde nach einiger Zeit einfacher.
Meine coolste Erfahrung war, dass ich als "second scrub nurse" mit an den OP-Tisch durfte und die Operation aus nächster Nähe mit verfolgen und einen Teil dazu beitragen konnte.
Alles in allem bin ich sehr froh und dankbar diese Erfahrung machen zu dürfen und kann das Erasmusprojekt nur jedem empfehlen der sich vorstellen kann für eine Zeit im Ausland zu arbeiten und der sich auf die neuen Erfahrungen freut.
Nadine Dressen

Erasmus Plus: Bericht über meinen praktischen Einsatz in Sevilla
Zum Ende meines zweiten Ausbildungsjahres hatte ich die Möglichkeit an dem "Erasmus +" Projekt teilzunehmen. Als ich durch eine Mitschülerin von dem Programm erfuhr, begann für mich eine ausgiebige Zeit der Recherche. Zunächst schienen meine Bemühungen, einen Praktikumsplatz zu finden nicht erfolgsversprechen. Als ich meine Hoffnung fast aufgegeben hatte, fand ich nach 3 Monaten intensiver Suche schließlich mit Hilfe einer Organisation (bip Bildung und innovative Pädagogik GmbH) ein Praktikumsplatz in Sevilla, im Süden Spaniens.
Sobald ich alle Vorbereitungen, welche sich hinter dem Auslandsaufenthalt verbargen, getroffen hatte, begann ich meine Spanischkenntnisse aufzufrischen und meine Vorfreude wuchs. Ich war voller Erwartungen und gespannt was auf mich zukommen würde. Vom ersten Tag an war ich begeistert von dieser wunderschönen und freundlichen Stadt. Nur an das neue Klima musste ich mich noch gewöhnen.
An meinem ersten Arbeitstag wurde ich sehr herzlich empfangen, aufgenommen und dem gesamten Personal vorgestellt.
Ich bemerkte, dass die sprachliche Barriere doch größer war als gedacht. Besonders die Kommunikation mit den Kindern war schwerer, als ich angenommen hatte. Fachausdrücke, die basierend auf Latein dem Deutschen sehr ähneln, konnte ich nicht verwenden, da sie die Kinder nicht verstehen würden. Ich arbeitete mit vielen Kindern zusammen, die einen Sprachfehler hatten, was mir die Kommunikation zusätzlich erschwerte. Hier bekam ich von meiner Praxisanleiterin Hilfe und war, besonders in den ersten Tagen, nicht auf mich allein gestellt.
Glücklicherweise konnte ich feststellen, dass sich meine Sprachkenntnisse sehr schnell verbesserten. Nach dem ich mich an den starken Andalusischen Dialekt gewöhnt hatte und langsam mehr Vertrauen in meine Sprachkenntnisse gewann, fiel mir die Kommunikation mit den Kindern immer leichter.
Die Pädiatrie in einem fremden Land und Gesundheitssystem barg für mich viele neue Einblicke. Die pflegerische Arbeit mit Kindern in einem Alter zwischen zwei Monaten und sechzehn Jahren, war für mich in meiner Ausbildung eine neue Erfahrung. Ich konnte viel über unterschiedliche Entwicklungsstufen, den kommunikativen, empathischen Umgang mit kranken Kindern und das Beraten der Eltern lernen und stellte fest, dass mir die Arbeit besonders mit jungen Kindern sehr gefällt. An die bestehende Hierarchie zwischen Pflegepersonal und dem ärztlichen Personal, welche meiner Erfahrung nach stärker ausgeprägt ist als in Deutschland, musste ich mich erst gewöhnen.  Auf der einen Seite glaube ich, dass es mir mehr Sicherheit gegeben hätte, hätte ich das Praktikum in der Erwachsenen- oder Altenpflege absolviert, da ich hier durch vorrangegangene Praxiseinsätze schon Erfahrung sammeln konnte und mehr Vorwissen gehabt hätte. Andererseits konnte ich mich so unvoreingenommen und offen auf eine neue Arbeitsweise und einen neuen Fachbereich einlassen.
Das Arbeiten verschaffte mir einen anderen Eindruck, als den, welchen ich auf Urlaubsreisen von Spanien erhalten hatte und ich konnte den sevillanischen Alltag und Arbeitsweise kennenlernen. Ich nahm eine andere Haltung gegenüber einer Arbeitsstelle wahr. Viele Menschen, die ich kennenlernte, arbeiten zu schlechteren Bedingungen, als ich sie aus Deutschland kenne, sind aber sehr dankbar für ihre Arbeitsstelle. Viele begleitet die Angst, ihre Arbeitsstelle zu verlieren, was vermutlich u.a. an der hohen Arbeitslosenquote liegt. Mir wurde bewusst, in welchem Wohlstand ich in Deutschland aufgewachsen bin.
Resümierend kann ich festhalten, dass ich in der kurzen Zeit sehr viele Erfahrungen sammeln konnte. Nicht nur pflegerisch konnte ich mein Wissen erweitern, auch sprachlich konnte ich große Fortschritte machen. Ich konnte eine andere Arbeits- und Lebensweise als die Deutsche kennenlernen und gute Freundschaften knüpfen. Ich werde den Monat in sehr guter Erinnerung halten und bin dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, einen Monat im Ausland zu arbeiten.
Eva Lang