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Füße in guten Händen

Malteser Krankenhaus St. Hildegardis als ambulante Einrichtung zur Behandlung des diabetischen Fußsyndroms anerkannt

11.08.2018
Hier werden Diabetiker mit Fußproblemen spezialisiert behandelt. Über die Anerkennung durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft freuen sich Chefarzt Dr. Peter Loeff, Diabetesberaterin Elke Breet, Björn Hoffmann (Kaufmännischer Direktor), Diabetesberaterin Jana Schwarwat und Sandra Schmitz (Medizinische Fachangestellte) (v.r.).
Hier werden Diabetiker mit Fußproblemen spezialisiert behandelt. Über die Anerkennung durch die Deutsche Diabetes Gesellschaft freuen sich Chefarzt Dr. Peter Loeff, Diabetesberaterin Elke Breet, Björn Hoffmann (Kaufmännischer Direktor), Diabetesberaterin Jana Schwarwat und Sandra Schmitz (Medizinische Fachangestellte) (v.r.).

Das diabetische Fußsyndrom gehört zu den häufigsten Folgeerkrankungen der "Zuckerkrankheit". Im schlimmsten Fall kann als Spätfolge die Amputation des betroffenen Fußes drohen.
Um Menschen mit einem diabetischen Fußsyndrom flächendeckend mit festen Qualitätsstandards behandelt zu wissen, hat die Deutsche Diabetesgesellschaft (DDG) die Zertifizierung für "Fußbehandlungseinrichtungen" ins Leben gerufen. Als eines von zwei Krankenhäusern in Köln hat nun das Malteser Krankenhaus St. Hildegardis in Köln-Lindenthal die Anerkennung als "Ambulante Fußbehandlungseinrichtung" der DDG erhalten.

Ein Experten-Netzwerk für die Füße
"Patienten können mit einer entsprechenden Überweisung zur ambulanten Fußbehandlung zu uns kommen", erklärt Diabetologie-Chefarzt Dr. Peter Loeff. Er und sein Team untersuchen die betroffenen Füße, übernehmen die Wundversorgung und kümmern sich um geeignete Hilfsmittel wie spezielles Schuhwerk. Dafür arbeiten sie, wo es nötig ist, mit Kooperationspartnern wie Orthopädieschuhmeistern zusammen. Die Anerkennung als Fußbehandlungseinrichtung der Deutschen Diabetes Gesellschaft setzt voraus, dass diese Kooperationspartner vorhanden sind. "Viele Partner, die für die Behandlung von diabetischen Füßen sinnvoll sind, haben wir hier direkt im Haus", erklärt Dr. Peter Loeff. Beispielsweise zieht er häufig eine Oberärztin aus der hauseigenen Orthopädie hinzu, die eine Zusatzausbildung in Fußchirurgie hat. "Für unsere Patienten ist das sehr praktisch, denn sie sparen sich zusätzliche Wege, Wartezeiten auf Termine und doppelte Untersuchungen", so Loeff.
"Diese Verzahnung von Experten aus verschiedenen Fachrichtungen sowie von ambulanter und stationärer Versorgung wird in Zeiten einer immer älter werdenden Bevölkerung immer wichtiger", ist sich Björn Hoffmann, Kaufmännischer Direktor des Krankenhauses, sicher. "Deswegen freuen wir uns sehr, dass wir betroffenen Menschen in Köln diese von der Deutschen Diabetesgesellschaft anerkannte spezialisierte Versorgung anbieten können. Von der engen Zusammenarbeit verschiedener Spezialisten - sowohl in unserem Haus als auch mit externen Partnern - und den kurzen, auf den Patienten ausgerichteten Wegen profitieren Betroffene enorm."

Im Sinne des Patienten: Krankenhausaufenthalte vermeiden
Wie diese Verzahnung von stationärer und ambulanter Versorgung aussehen kann, erklärt Chefarzt Dr. Peter Loeff: "Wenn doch einmal ein stationärer Aufenthalt notwendig wird, kennen wir den Patienten und seine Vorgeschichte bereits - es gibt sozusagen einen fließenden Übergang von der ambulanten in die stationäre Betreuung." Eigentlich versucht er aber, gemeinsam mit seinem Team aus Wundexperten, Diabetesberaterinnen und Fachärzten dafür zu sorgen, dass ein Krankenhausaufenthalt gar nicht erst notwendig wird. "Mit einer engmaschigen und fachübergreifenden Betreuung und einer guten Mitarbeit des Patienten selbst können wir in den meisten Fällen dafür sorgen, dass die Wunden ohne einen Aufenthalt im Krankenhaus heilen."

Hintergrundwissen: Das Diabetische Fußsyndrom
Das Diabetische Fußsyndrom ist eine der häufigsten Folgeerkrankungen von Diabetes mellitus. Dabei werden auf Grund dauerhaft zu hoher Blutzuckerwerte Nerven, Blutgefäße oder beides geschädigt. Geschädigte Nerven sorgen dafür, dass die Füße schmerzunempfindlich werden, Verletzungen nicht oder zu spät bemerkt werden und bereits kleinste Druckstellen zu offenen Wunden werden. Geschädigte Blutgefäße sorgen für eine schlechte Durchblutung der Füße, was wiederrum die Wundheilung erschwert. Die Füße sind besonders häufig betroffen, weil die Nerven und Gefäße hier besonders fein bzw. klein sind. "Ablagerungen durch zu hohe Blutzuckerwerte können über Jahre die Gefäße verstopfen. Die Blutgefäße in den Füßen sind besonders klein, so dass das Risiko einer Verstopfung hier logischerweise höher ist", erklärt Dr. Peter Loeff, Chefarzt der Gastroenterologie, Diabetologie und Allgemeinen Inneren Medizin im Malteser Krankenhaus St. Hildegardis, das Problem. In der Folge werden die Füße nicht mehr richtig durchblutet, im schlimmsten Fall stirbt Gewebe ab.
"Auch die Nerven in den Füßen sind sehr fein und somit ebenfalls sehr anfällig für diabetesbedingte Schädigungen", erklärt Diabetologe Dr. Peter Loeff. Sind die Nerven einmal geschädigt, leiten sie Schmerzreflexe, beispielsweise bei drückenden Schuhe oder kleinen Verletzungen nicht mehr richtig weiter. "Treffen geschädigte Nerven und geschädigte Blutgefäße zusammen, wird eine kleine Verletzung nicht wahrgenommen, heilt schlecht oder gar nicht und entwickelt sich schnell zu einer großen Wunde. Ein Sandkorn im Schuh kann so schon zu einer ernsthaften Wunde führen", so Dr. Peter Loeff.
Zur Therapie des diabetischen Fußsyndroms gehört neben einer intensiven Patientenschulung vor allem die fachgerechte und spezialisierte Wundversorgung. "Bereits geschädigte Nerven sind selten zu heilen, aber mit einer konsequenten Behandlung können wir dafür sorgen, dass die Folgen nicht schwerwiegen", sagt Dr. Peter Loeff. Dazu gehören beispielsweise die Wundreinigung, das Vermeiden von Infektionen und die Druckentlastung des betroffenen Fußes. Stets das Ziel der Therapie: Weitere Spätfolgen und vor allem Amputationen verhindern.

Die Ambulante Fußbehandlungseinrichtung des Malteser Krankenhauses St. Hildegardis ist unter 0221 4003-117 zu erreichen.