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Station statt Schreibtisch

Geschäftsführer und kaufmännischer Direktor tauschten für einen Tag ihr Büro mit dem OP-Saal oder einer Station. Dahinter steckt eine einfache Idee: Man sollte kennen, was man leitet. Aus diesem Gedanken entstand ein etwas anderes Hospitationsprogramm – zur Begeisterung der Mitarbeiter.

01.08.2018

Angehende Rettungsdienstmitarbeiter, Medizinstudenten, Schüler berufsvorbereitender Schulen – all diese Praktikanten kennen die Mitarbeiter auf den Stationen des Malteser Krankenhauses St. Hildegardis gut. Dass aber der Geschäftsführer und der kaufmännische Direktor für einen Tag bei ihnen hospitieren – und teilweise tatkräftig mitarbeiten – ist neu.

Inneneinsichten für den Chef
Hinter dem Einsatz von Geschäftsführer Carsten Jochum und Björn Hoffmann, dem kaufmännischen Direktor des Krankenhauses, steht eine einfache Idee: „Wir sollten kennen, was wir leiten“, findet Geschäftsführer Carsten Jochum – und tauschte für mittlerweile zwei Tage Hemd gegen Kasack. Auf der Intensivstation und Station Monika (Pneumologie, Kardiologie und Thoraxchirurgie) hat er jeweils eine Schicht mitgearbeitet. "So habe ich hautnah miterlebt, wie die Arbeit auf den Stationen aussieht, wie die Prozesse gestaltet sind, was gut läuft, aber auch, wo Verbesserungspotential in den Abläufen ist“, erklärt der Geschäftsführer. Die Pflegenden auf den Stationen finden diesen Einsatz gut. „Wir finden es toll, dass sich der Chef so für unsere Arbeit interessiert und sich einen realistischen Eindruck verschafft“, sagt Intensivstationsleiter Sven Mühlan – und lobt den „Praktikanten für einen Tag“ in höchsten Tönen: „Er hat wirklich richtig mitangepackt, ist zu den Patienten gegangen, die geklingelt haben, hat bei allem geholfen und hatte wirklich keine Berührungsängste.“ In dem abschließenden Feedbackgespräch gab es so viel gegenseitiges Lob. Der Geschäftsführer zeigte sich beeindruckt von der Leistung seiner Mitarbeiter, das Stationsteam lobte Idee, Einsatz und den Umgang miteinander. „Er war an diesem Tag nicht der Chef, sondern einer von uns“, freut sich Mühlan. Auch Kollegin Gesa Breckweg ist voll des Lobes für den Hospitanten: „Er könnte noch ein bisschen mehr über nicht-invasive Beatmung lernen, aber dann würden wir ihn sofort einstellen“, sagt die Leiterin von Station Monika und dem Schlaflabor. Dass Carsten Jochum examinierter Kinderkrankenpfleger mit Intensiverfahrung ist, kam ihm bei seinem Einsatz sicher zu Gute – noch wichtiger als das Fachwissen war bei seinem Einsatz aber das aufrichtige Interesse an den Abläufen in dem Krankenhaus, das er leitet, und an den Menschen, die unter seiner Verantwortung arbeiten.

Mittendrin statt am Konferenztisch
Auch Björn Hoffmann, kaufmännischer Direktor des Krankenhauses, ist medizinisch nicht unerfahren: Während des Studium fuhr er Krankentransporte, in seinen Tätigkeiten in Rehabilitationseinrichtungen begleitete er viele Patienten vom OP bis zur letztlichen Genesung. So war es nur logisch, dass er sich für seinen Hospitationstag den OP aussuchte. Im Gegensatz zu Geschäftsführer Carsten Jochum konnte er zwar nicht mitarbeiten, aber die Abläufe beobachten und mit den Menschen diskutieren, die die Entscheidungen über OP-Auslastung, OP-Steuerung, OP-Kontingente und effektiven  bzw. effizienten Personaleinsatz umsetzen. So ließ er sich zunächst den OP-Plan erklären und verbrachte anschließend einen ganzen Tag in den drei OP-Sälen. „Mich hat vor allem der Ablauf interessiert, also beispielsweise die Wechselzeiten zwischen zwei Operationen, die Organisation der OP-Teams und der Umgang mit Planänderungen“, sagt Hoffmann. Dabei bekam er aber auch viele Eindrücke live mit, die er sonst nur aus den Sitzungen mit dem OP-Team erfährt. „Mir war wichtig, Prozess- und Strukturoptimierungen nicht nur theoretisch am Konferenztisch zu besprechen, sondern wirklich im Alltag diese Prozesse und Strukturen zu erleben“, so Hoffmann.
Und weil die beiden Führungskräfte den Einsatz im Rückblick genauso positiv beurteilen wie die Teams, bei denen sie einen Tag lang dabei sein durften, wird die Visitation wiederholt. Geschäftsführer Carsten Jochum: „Mein Ziel ist es, bis zum Jahresende auf allen Stationen einmal mitgearbeitet zu haben.“