Navigation
Malteser Krankenhaus St. Hildegardis in Köln
Servicelinks öffnenschließen
Notfall-Nummern

Notfall-Nummern

Malteser Krankenhaus St. Hildegardis
Telefonzentrale0221 4003-0
Notfallambulanz0221 4003-276
Ambulantes Zentrum (8-16 Uhr)0221 4003-8117
Weitere Notrufnummern
Giftnotruf 0228 19240
Ärztlicher Bereitschaftsdienst116 117
Telefonseelsorge0800 1 11 01 11
0800 1 11 02 22
Krankheitsbilder-Suche

Krankheitsbilder-Sucher

E leeve lang: Sr. Margret und das Hildegardis

Sr. Margret Wennekers hat ihr gesamtes Berufsleben im Malteser Krankenhaus St. Hildegardis verbracht - und ist an Weiberfastnacht in den Ruhestand gegangen

15.02.2018
Sr. Margret als Model in einem Patientenwegweiser aus dem Jahr 1999
Sr. Margret als Model in einem Patientenwegweiser aus dem Jahr 1999
Sr. Margret als Model in einem Patientenwegweiser aus dem Jahr 1999
Sr. Margret als Model in einem Patientenwegweiser aus dem Jahr 1999
Sr. Margret als Model in einem Patientenwegweiser aus dem Jahr 1999
Sr. Margret als Model in einem Patientenwegweiser aus dem Jahr 1999
Sr. Margret als Model in einem Patientenwegweiser aus dem Jahr 1999

45 Jahre - in dieser Zeit ist aus zwei deutschen Staaten einer geworden, hat der Kalte Krieg ein Ende gefunden und die Welt den Wechsel in ein neues Jahrtausend gefeiert. Für das Malteser Krankenhaus St. Hildegardis gab es in diesen 45 Jahren einen Trägerwechsel, eine Kooperation und deren Auflösung, die Einführung von DRGs und viele Neuerungen in Medizin, Pflege und Verwaltung. Margret Wennekers hat all dies miterlebt. 1972 hat sie im damaligen "Hildegardis-Krankenhaus" ihre Ausbildung zur Krankenschwester begonnen - und ist geblieben. Nicht nur nach dem Examen, sondern für den Rest ihres Berufslebens.
Dieses endete am 8. Februar 2018. Dieses Datum - Weiberfastnacht - hatte sich Sr. Margret selbst ausgesucht. Dass sie den Abschied aus "ihrem Hildegardis" nicht auf den Aschermittwoch, sondern auf den Auftakt der jecken Tage gelegt hat, spricht für sich.

Engagement für die Patienten und viel mehr
Viele Kolleginnen und Kollegen, Chefärzte, Geschäftsführer, Verwaltungsleiter und Pflegedienstleiter hat Sr. Margret in ihren 45 Hildegardis-Jahren kommen und gehen sehen, viele Neuerungen in der Patientenversorgung miterlebt und die Auswirkungen vieler gesundheitspolitischer Entscheidungen in ihrem Arbeitsalltag erfahren. Geblieben ist sie immer - bei ihren Patienten und ihrem Hildegardis. Nach ihrer Ausbildung übernahm sie 1980 die Funktion einer "Stationsschwester" - der heutigen Stationsleiterin entsprechend - auf der Station Elisabeth des Lindenthaler Krankenhauses, das damals noch unter der Leitung der Cellitinnen stand. Als die Malteser das Krankenhaus im Jahr 2000 übernahmen, leitete Sr. Margret Wennekers diese Station noch immer. "Ihre" Station ist mittlerweile innerhalb des Hauses umgezogen und heißt nun "Monika" - als stellvertretende Leitung ist sie dieser bis zum ihrem letzten Arbeitstag treu geblieben. Das Engagement von Sr. Margret ging in ihren 45 Jahren sogar über die Verantwortung für ihre Station und ihre Patienten hinaus; als QM-Verantwortliche kümmerte sie sich darum, dass Prozesse und Abläufe auf ihrer Station geregelt ablaufen, regelmäßig überprüft und bei Bedarf verbessert werden, im Klinischen Ethikkomitee diskutierte sie mit Kollegen ethische Fragestellungen.

Lebens- und Berufserfahrung: unersetzlich
Bettina Piontek war zunächst Kollegin für Sr. Margret, in den letzten beiden Jahren dann ihre Chefin als Pflegedienstleiterin. "Ich bin 35 Jahre alt - dass Margret zehn Jahre länger hier gearbeitet hat, als ich überhaupt auf der Welt bin, finde ich unglaublich", sagt sie. Und ist dankbar für all das, was Sr. Margret in dieser unglaublich langen Zeit für das Krankenhaus und seine Menschen geleistet hat. "Junge, engagierte Pflegekräfte, die mit Herz und Verstand für die Pflege brennen, brauchen wir dringend", sagt die Pflegedienstleiterin, "aber die Lebens- und Berufserfahrung von Menschen wie Sr. Margret ist mindestens genauso wichtig. Eine Krankenschwester, die 45 Jahre Erfahrung hat, bringt so schnell nichts aus der Ruhe und hat auch dann Ideen, wenn junge Pflegekräfte einmal ratlos sein sollten."

Mach et joot!
Dass jemand, der so viel für das Malteser Krankenhaus St. Hildegardis geleistet, ungezählte Patienten betreut, versorgt und umsorgt hat, wie Sr. Margret, am letzten Tag einfach den Mitarbeiterausweis abgibt und nach Hause geht, hat nur eine geglaubt: Sr. Margret selbst. "Dass wir sie auf keinen Fall einfach so gehen lassen, war sofort klar", erzählt Gesa Breckweg, die heute "Margrets Station" leitet. Also wurden Ballons mit Helium gefüllt, Fähnchen organisiert und alle Kollegen zusammengetrommelt, die an Weiberfastnacht im Dienst waren - still und heimlich, damit die zu Verabschiedende nichts mitbekommt. Unter einem Vorwand wurde sie schließlich ins Büro der Station gelockt - als sie dieses verließ, standen alle an diesem Tag verfügbaren Hildegardis-Mitarbeiter Spalier, um den letzten Gang nach dem Dienst von Sr. Margret zu bejubeln. Das Team der (heutigen) Station Monika, das gesamte Pflegeteam und alle anderen Mitarbeiter des Krankenhauses werden sie vermissen, die gute Seele der Station, die dem Krankenhaus über 45 Jahre lang die Treue gehalten hat und nie aufgehört hat, ihre Arbeit noch besser, die Versorgung der Patienten noch persönlicher machen zu wollen.

Liebe Margret, wir werden dich schrecklich vermissen und wünschen dir alles erdenklich Gute für deine Zeit ohne uns, dafür mehr mit deiner Familie. Mach et joot!
Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Malteser Krankenhaus St. Hildegardis