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Krampfadern (Varizen)

Krampfadern müssen behandelt werden!

Anfänglich mögen die Beine nur jucken und im Tagesverlauf anschwellen, später folgen aber Venenentzündungen und Schmerzen. Im Endstadium mit Verfärbung und Verhärtung der Haut kann es dann sogar zu einem offenen Bein kommen. Deshalb sollten Krampfadern behandelt werden, auch wenn sie noch keine Beschwerden verursachen.

Das Malteser Gefäßzentrum Köln ermöglicht Ihnen dank spezieller Ultraschallgeräte eine schmerzfreie Untersuchung und berät Sie anschließend über die für Sie notwendige Therapie. Diese kann, je nach Stadium, vom Tragen der Kompressionsstrümpfe und Venengymnastik über Sklerosierung (Verödung) bis hin zu Operationen an den Venen reichen.

Was sind Krampfadern?

Anders als die tiefen Venen, die durch Muskeln gestützt werden, liegen die oberflächlichen Venen in dem weichen Fettgewebe unter der Haut. Diese Venen können zu Krampfadern werden. Wenn sie sich erweitern, schließen die Klappen in ihrem Inneren nicht mehr. Das Blut beginnt, der Schwerkraft folgend, zurückzuströmen. Zunächst mag eine Klappe nicht schließen, dann lastet aber auf der nächsten darunter um so größerer Druck. Dies führt zum schrittweisen Versagen aller darunter gelegenen Venenklappen - das Krampfaderleiden breitet sich aus und wird sichtbar.

Sklerosierung (Verödung)

Unter Sklerosierung von Krampfadern versteht man ihre Verödung. Durch Einspritzen eines Alkohols oder der Anwendung von Hitze oder Kälte mit speziellen Sonden wird die Gefäßwand so gereizt, dass es unter anschließender Kompressionsbehandlung zu einer Verklebung und schließlich dem Verschluss des Gefäßes kommt. Bei größeren Krampfadern kann man nach einer Sklerosierungsbehandlung zunächst einen Strang im Verlauf der so behandelten Vene tasten, der auch noch etwas schmerzhaft sein kann. Diese Symptome lassen bald nach und in einigen Wochen ist von der Krampfader nichts mehr zu sehen.

Je kleiner die Krampfader ist, desto erfolgreicher ist die chemische Sklerosierungsbehandlung. Besonders gut geeignet sind für diese Behandlung Besenreiser, kleinste Krampfadern im Hautniveau. Sie stellen meist nur ein kosmetisches Problem dar und gefährden nicht Ihre Gesundheit. In einigen Fällen können sie aber das erste Zeichen einer Erkrankung des Venensystems sein.

Bevor eine Sklerosierungsbehandlung unternommen wird, sollte deshalb zunächst die Funktion des Beinvenensystems durch Ultraschalluntersuchung geprüft werden. Die Nadeln, mit denen der niedrig konzentrierte Alkohol in die Besenreiser injiziert wird, sind sehr klein. Die Schmerzen der Behandlung sind deshalb leicht erträglich. Nach dem Einspritzen des Alkohols sollte eine feste Kompression erfolgen, so dass es zu einer sofortigen Verklebung der Gefäßwände kommt. Dafür empfiehlt es sich, einen Kompressionsstrumpf für etwa einen Tag zu tragen.

Stadienadaptierte Venen Operationen

Unter dem stadienadaptierten Operationen versteht man Eingriffe am Venensystem, die die Ursachen der Krampfader-Ausbildung beseitigen und nur die nicht mehr zu rettenden Venen beseitigen. Das früher häufig durchgeführte sogenannte Stripping bedeutete das Herausziehen der oberflächlichen Stammvenen meist von der Leiste bis zum Fuß. Gerade diese Venen können später einmal wichtige Transplantate als sogenannte Bypasses (Umgehungen) von Arterienverschlüssen an den Beinen oder dem Herzen sein. Heutzutage gilt es, gerade diese Stammvenen zu erhalten. Dass die Häufigkeit des Wiederkehrens von Krampfadern so etwas höher sein mag als nach einer solchen radikalen Operation, ist damit längst gerechtfertigt.

Diese gezielte stadienadaptierte Chirurgie ist im Wesentlichen erst durch die Duplexsonografie möglich geworden. Wie kein anderes Untersuchungsverfahren erlaubt sie, genau die Venensegmente mit falscher Flussrichtung zu entlarven. Mit ihr kann auch unmittelbar präoperativ markiert werden, welche Bereiche der Vene entfernt werden müssen.